Kontoführungsgebühren in Österreich

Viele Österreicher denken sich wohl zu jedem Quartalsabschluss ihres Girokontos, für was bezahle ich eigentlich so hohe Kontoführungsgebühren und ist dies normal oder geht es auch billiger? Nicht selten sind Kosten von 70, 80 und manches Mal sogar über 100 € im Jahr!

Günstiger geht es in den meisten Fällen, sofern man noch kein kostenloses Girokonto der diversen Anbieter hat (wie z. B. EasyBank, Bankdirekt oder DKB), jedoch sollte man sich auch überlegen, welche Leistungen benötige ich und kann meine Wunschbank diese auch tatsächlich abdecken. Wird z. B. eine persönliche Betreuung gewünscht, so sind Direktbanken wie EasyBank, Bankdirekt, DKB oder Direktanlage keine geeignete Anlaufstelle, denn das Filialnetz ist nicht vorhanden oder äußerst dünn. Filialbanken in der Nähe bieten in der Regel keine gratis Konten an, jedoch lohnt sich immer ein Vergleich der Kontoführungsgebühren.

Hier ein paar Tipps, wie Sie sich vielleicht paar Euros bei der Kontoführung ihres Kontos ersparen können:

  • Werden Sie sich klar, was Sie benötigen (benötigen Sie eine Filiale oder können Sie alle Geschäfte online durchführen? Benötigen Sie einen Überziehungsrahmen? …)
  • Sehen Sie sich die diversen kostenlose Angebote an und sehen Sie sich die Bedingungen und Konditionen an
  • Sprechen Sie Ihre Bank an, was denn bei den Konditionen machbar ist. Sehen Sie sich an, was denn genau die hohe Kontoführung verursacht (überziehen Sie vielleicht unentwegt?)
  • Bewegt sich Ihre Bank nicht dorthin, was Sie sich an Konditionen vorstellen, wechseln Sie die Bank

Wenn Sie sich nun mit dem Gedanken spielen das Konto nun tatsächlich zu wechseln, so empfiehlt sich folgende Vorgehensweise, um auf Nummer sicher zu gehen und keine unangenehmen Überraschungen bei der Reduzierung der Kontoführungsgebühren zu haben.

  1. Führen Sie die Konten zu Beginn parallel. Eröffnen Sie das neue Konto und lassen Sie das bisherige Konto zu Beginn ebenfalls noch laufen.
  2. Einzahlungen: Benachrichtigen Sie bzw. Ihre neue Bank alle Stellen, dass Sie die Bankverbindung gewechselt haben.  Das sind z. B. Ihr Arbeitgeber oder Behörden (z. B. für die Familienbeihilfe)
  3. Auszahlungen: Benachrichtigen Sie bzw. Ihre neue Bank alle Stelle bzw. errichten neue  Daueraufträge und löschen die alten Daueraufträge, dass z. B. der Strom vom neuen Konto abgebucht wird und der Dauerauftrag für die Miete von Ihrem neuen Konto überwiesen wird. Vermeiden Sie hier Doppelüberweisungen oder gar versuchte Abbuchungen vom alten Konto, welche nicht durchgeführt werden konnten, weil das Konto bereits geschlossen wurde.
  4. Gleichen Sie das alte Konto aus, sodass der Kontostand gegen 0 geht.
  5. Treten Sie mit Ihrer alten Bank in Verbindung und bitten Sie diese das alte Girokonto zu kündigen und ein allfälliges Guthaben (bzw. auch negativer Saldo) zu Gunsten bzw. zu Lasten Ihres neuen Girokontos durchzuführen. Damit müsste der letzte Schritt getan sein.
  6. Bleiben Sie die nächsten 3-6 Monate trotzdem wachsam, ob Sie nicht vielleicht die eine oder andere Stelle übersehen haben, der Sie den Wechsel der Bankverbindung nicht mitgeteilt haben. Holen Sie dies dann schnellstmöglich nach.

Eigentlich ist das Wechseln des Girokontos gar nicht so schwer und so können schnell die Kontoführungsgebühren reduziert werden. Vergleichen Sie die Angebote von anderen Banken, denn ein Wechsel scheint nur zu Beginn kompliziert zu sein und viele Banken helfen Ihnen gerne dabei, wenn Sie das Konto zur neuen Bank verlagern möchten.

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